Pforzheimer Zeitung geht mit neuer DIALOG-Version in die digitale Zukunft

Die Pforzheimer Zeitung geht mit großen Schritten in ihre digitale Zukunft. DIALOG als zentrales Produktionssystem läuft in der aktuellen Version 6, Print- und Online-Redaktion sind eine Gesamtredaktion geworden, Ressorts wurden von Themen-Teams abgelöst und „Digital First“ gilt konsequent.

Pforzheimer Zeitung Dialog 6 Magnus Schlecht

© Pforzheimer Zeitung

Moderner Software-Einsatz am Newsdesk der Pforzheimer Zeitung: Lisa Scharf (vorne) und Elisa Hazeldine arbeiten mit der neuesten DIALOG-Generation. Foto: Thomas Meyer / Pforzheimer Zeitung

Für Magnus Schlecht, Chief Digital Officer (CDO) des Medienhauses, ist die Software-Modernisierung in einem größeren strategischen Zusammenhang zu sehen: „Wir machen das Unternehmen zukunftssicher und deshalb müssen wir ein Produktionssystem verfügbar haben, das den vielen neuen Anforderungen absolut gerecht wird.“ Daher habe sich die Zeitung für die neueste Version der Funkinform-Software entschieden. Mit DIALOG arbeitet die Redaktion schon seit Jahren erfolgreich.

Digital First bedeutet tiefen Wandel

Die Umstellung der Redaktion auf „Digital First“ bedeutet nach den Worten von Magnus Schlecht „nicht nur einen technischen und strukturellen Wandel zu vollziehen, sondern auch einen Wandel in den Köpfen“. Im Redaktionsalltag heißt das ganz konkret, dass erst der Online-Content komplett entwickelt und erstellt wird und dass daraus dann am Ende auch das Print-Produkt entsteht. „Die Zeitung ist uns nach wie vor sehr wichtig, ganz ohne Zweifel. Gleichzeitig wollen wir die digitale Entwicklung unserer Kanäle aber vorwärts treiben.“

Die Pforzheimer Zeitung setzt nicht nur den DIALOG Mobil Editorial Client (MEC) ein, sondern bedient sich auch solcher Features wie die Reporter-App von DIALOG. Unkompliziert und schnell am Ort des Geschehens handeln können, lautet die Maxime der Journalisten.

Anzeigen im Browser bearbeiten

Beim Thema Vermarktung haben sich laut Magnus Schlecht Anzeigenerfassung und Anzeigenbearbeitung stark verändert. „Die Kolleginnen und Kollegen finden es sehr gut, dass sie jetzt durch die Browser-Oberfläche Betriebssystem unabhängig geworden sind.“ Natürlich gibt es bei einer neuen Software auch immer ein paar Berührungsängste, berichtet Magnus Schlecht: „Die haben sich aber sehr schnell gelegt, weil das Team doch gesehen hat, was jetzt alles an Möglichkeiten besteht.“

Neben der Entscheidung für „Digital First“ hat die Redaktion ebenso tiefgreifende Veränderungen erfahren. Aus einer Print- und einer Online-Redaktion wurde eine einheitliche Redaktion geformt und zugleich sind in dieser neuen Redaktion die Ressorts abgeschafft worden. Aus Ressorts entstanden Themen-Teams. Ein Mitarbeiter kann verschiedenen Teams zugeordnet sein, das ist abhängig von Thema und Bedarf.

Mit Themen-Teams mehr Flexibilität

Die neue Redaktionsorganisation bringt nach den Worten von Magnus Schlecht ein hohes Maß an Flexibilität und ein ganzheitliches Denken mit sich. Das Themen- und Team-orientierte Arbeiten verlangte zudem den Einsatz ganz anderer elektronischer Systeme, um die neue Redaktion wirkungsvoll organisieren zu können. Planen, verwalten, umsetzen und Kanäle bestücken, das wird neuerdings hauptsächlich über das DIALOG Redaktionsmanagement vorgenommen.

Neben der gedruckten Zeitung werden die Inhalte über das Web, das E-Paper, eine App und verschiedene E-Mail-Newsletter ausgespielt. Generell wird der Content in DIALOG produziert, veröffentlicht wird dann über andere Tools in die verschiedenen Kanäle.

Drei Newsletter entwickelt

Auch inhaltlich geht die Pforzheimer Zeitung neue Wege. Beispielsweise sind drei Newsletter entwickelt worden: Erstens gibt es einen redaktionellen Newsletter täglich um 8 Uhr, der aus einem Editorial und vier, fünf Nachrichten besteht. Zweitens einen Familien-Newsletter, der die Familien als wichtige Zielgruppe im Fokus hat und alles an Themen über Kinder, Erziehung, Kindergärten, Schulen, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten anbietet. Und drittens einen B-to-B-Newsletter, mit dem die 4000 bis 5000 Werbekunden gezielt angesprochen werden können.

Vielen neuen und zusätzlichen Herausforderungen hat sich die Zeitung zu stellen, nicht zuletzt auch durch die zwei Pandemie-Jahre. Das Thema Mobil Office wurde mit bestimmend. „Wir sehen es als strategisch wichtige Entscheidung an, auch nach Corona solche Möglichkeiten anzubieten“, sagt Magnus Schlecht. Daher gibt es eine Betriebsvereinbarung, die es jedem Mitarbeiter erlaubt, bis zu 50 Prozent im Mobil Office tätig zu sein. In der Redaktion hat man sich auf ein Verhältnis 60 zu 40 geeinigt, also drei Tage Präsenz und zwei Tage pro Woche Mobil Office. „Und dafür brauchen wir den DIALOG MEC“, erklärt Magnus Schlecht den engen Zusammenhang zwischen fortschrittlicher Software und den neuen Arbeitsorganisationen. Der Mobil Editorial Client habe sich sehr gut weiterentwickelt, die Betriebssystem unabhängige Web-Plattform sei ein großer Gewinn.

Digitalisierung macht alles anspruchsvoller

Bei der Umsetzung des Software-Projektes haben die Zeitung und Funkinform auf bestmögliche Vorbereitung gesetzt. Das Projekt wurde über das Projekt-Management-Tool Wrike verwaltet. Umfangreiche Tests und Schulungen gingen dem Umstellungswochenende voraus. „Wir dürfen uns auch einmal selber loben: Kompliment an alle Beteiligten von Funkinform und aus dem Verlag“, freut sich Magnus Schlecht über die gelungene Projektrealisierung. Geblieben sind noch ein paar Nacharbeiten, aber bei der Größe der Umstellungen und Neuerungen nichts Besonderes.

Eine wichtige Erfahrung haben die Zeitungsleute in Pforzheim aber auch gemacht: Digitalisierung bedeutet nicht, das alles einfacher wird. Magnus Schlecht erläutert, dass Digitalisierung neue Möglichkeiten schafft, aber die Anforderungen zugleich komplexer werden: “Der Alltag wird anspruchsvoller und deshalb sind Tools wie DIALOG so wichtig.“

Stade und Goslar erhalten den neuen DIALOG-WYSIWYG-Editor

Die zum Zeitungsverlag Krause gehörenden Titel bündeln ihre Kräfte. Beide Verlagsstandorte Stade und Goslar schaffen einen durchgängig digitalen Workflow. Kernstück wird dabei ein neuer DIALOG Web-Editor mit umfangreichen WYSIWYG-Fähigkeiten sein, der gemeinsam mit Funkinform entwickelt wird. mehr...

Einladung zum Webinar DIALOG Verlagssystem am 11. Oktober oder 8. November 2022

Nach der erfolgreichen Einführung eines ganzheitlichen Workflows bei der NORDSEE-ZEITUNG für die Bereiche CRM, Anzeigen, Vertrieb und Logistik, bieten wir allen Interessierten am 11. Oktober oder am 8. November 2022 ein Webinar zum Thema effizientes und schnittstellenfreies Verlagssystem an. mehr...

Schwäbisches Tagblatt steuert seine Inhalte mit der DIALOG Analyse

Das Schwäbische Tagblatt will mit einer permanenten und umfassenden Datenanalyse künftig journalistische Inhalte besser auf Zielgruppen hin fokussieren. Der Verlag installiert daher derzeit das innovative Tool DIALOG Analyse. Zugleich wird das Tool DIALOG Newsletter zum Einsatz kommen. mehr...