ZGO setzt für vier Zeitungen auf innovative DIALOG-Technik

Ein Versionssprung von bisher DIALOG 5.9 zu DIALOG 7.4 steht bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO) an. Grund für das beachtliche Systemprojekt beim langjährigen Funkinform-Kunden: Die vier Zeitungen sollen mit ihrer Software in alle Richtungen kompatibel bleiben.

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Um das DIALOG-Projekt in den vier Zeitungen bei der ZGO erfolgreich umzusetzen, hat die Zeitungsgruppe ein Kernteam zusammengestellt (von links nach rechts): Philip Thiemann, Nicole Fuchs, Carmen Leonhard, Ulrike Grensemann, Claus Löffel, Ute Kabernagel und Timo Sager.

„Wir wollen natürlich jederzeit up to date sein“, beschreibt Philip Thiemann, Bereichsleitung Technik bei der ZGO, die Beweggründe bei Ostfriesen-Zeitung, Ostfriesische Nachrichten, General-Anzeiger und der Borkumer Zeitung. In diesem Zusammenhang komme einem Zentralsystem wie DIALOG eine ganz besondere Bedeutung zu.

Es geht aber nicht nur um Neuerungen bei anderer Software und um die saubere Anbindung verbundener Systeme, sondern auch um Gemeinsamkeiten mit Partnerverlagen. Solche Gemeinschaftsprojekte mit anderen Verlagen dürften nicht durch Zusatzaufwände ausgebremst werden. Das wäre sehr ärgerlich, meint der Digital-Experte. Prozesssicherheit sei deshalb vorrangig.

Ein gewichtiger Grund zeigt sich auch in der zunehmenden Bedeutung von KI-Komponenten. Was sich zuletzt im Bereich KI getan habe, sei „unheimlich wichtig für unsere Redaktion“. Philip Thiemann findet zu Recht, dass auch die Akzeptanz neuer Technik davon abhängt, welchen ganz konkreten Nutzen und welche Einsatzmöglichkeiten für das Team zu erwarten sind: „Man muss es den Redakteuren natürlich so einfach wie möglich machen.“

Sich täglich wiederholende Arbei-ten möglichst in die Computersysteme zu verlagern, um die Redakteure von Routinen zu entlasten, sei ein wichtiges Ziel. Was Funkinform in dieser Hinsicht mit der neuesten DIALOG-Version zu bieten habe, könne ein echter Gamechanger werden.

Während Philip Thiemann der Projektverantwortliche auf der ZGO-Seite ist, spielt Siegfried Arnold diese Rolle bei Funkinform. Derzeit sei man dabei, den detaillierten Zeitplan auszuarbeiten und die verschiedenen Projektgruppen zu bilden. Da ein System-Upgrade gewissermaßen am lebenden Objekt – also bei möglichst störungsfrei laufender Produktion – durchgeführt wird, sind gute Vorbereitungen für einen solchen Systemwechsel von größter Wichtigkeit. „Das ist für uns als Verlag auch ein aufwendiger Schritt, der gut geplant sein muss. Ich habe schon mal so ein Umstellungsprojekt begleitet. Daher weiß ich: Da steckt der Teufel tatsächlich manchmal im Detail“, berichtet Philip Thiemann von seinen Erfahrungen. Es seien also weniger die großen Schnittstellen, die vielleicht Probleme bereiten könnten. „Das sichert man meistens relativ gut schon durch die ersten Tests der Schnittstellen ab.“ Sondern es sind dann eher die Kleinigkeiten, vielleicht Konfigurationen, die im Altsystem ein Stück weit anders waren als in der neuen Testinstallation.

Beim letzten DIALOG-Upgrade, das ZGO durchgeführt hatte, gab es sehr große Neuerungen, etwa den Mobile Editorial Client (MEC) – also wirklich mobile Reporter- oder Planungswerkzeuge. „Das war natürlich ein Riesenschritt, auch in Schulung und Veränderung der Workflows. Im Vergleich muss ich sagen: Das, was wir jetzt machen, ist schon etwas kleiner, weil diese Werkzeuge jahrelang etabliert sind“, beschreibt Philip Thiemann die Unterschiede. Jetzt seien vor allem Optimierungen und verbesserte Einstellmöglichkeiten angesagt.

Als die Transformation in den Verlagen begann, lautete das Ziel „Online first“. Das hat sich in neuerer Zeit gewandelt zu „Print last“. Gedruckte Produkte werden jetzt natürlich nicht vernachlässigt, sondern in den Produktionsabläufen nur nachgeordnet. „Wir wollen uns viel mehr in Richtung Live-Ticker, Bewegtbild, Podcast und diese modernen Medien entwickeln. Wir sehen ja auch dort das Wachstum.“ Die ZGO verstärkt sich deshalb mit einer erweiterten App-Strategie in diesem Jahr.

Die Redaktion sei überraschend positiv gestimmt, vor allem durch den neuen MEC. Da sei viel für Prozesssicherheit getan worden, etwa um Artikel besser zwischenspeichern zu können. Denn angesichts der bundesweit eher labilen Netzversorgung müssen Reporter unterwegs regelmäßig mit Verbindungsabbrüchen rechnen. Bei Demos von Funkinform haben die Verantwortlichen von ZGO gesehen, dass das neue System durchweg flotter und geschmeidiger reagiert – das habe überzeugen können.