Zeitungsgruppe Krause stellt mit DIALOG 7.4 Weichen für Zukunft

Die Zeitungsgruppe Krause mit Stader Tageblatt und Goslarsche Zeitung macht ihre Redaktionstechnik zukunftssicher durch die Nutzung von KI. Beide Zeitungen werden dazu die aktuelle Version DIALOG 7.4 von Funkinform einführen. Das Projekt wird bis in das Jahr 2027 andauern.

Stade Goslar Krause Schmedtje

Sie haben für ihre beiden Zeitungen in Stade und Goslar ein ehrgeiziges Projekt auf den Weg gebracht: Verleger Philipp Krause (rechts) und Geschäftsführer Claas Schmedtje.

Verleger Philipp Krause und Geschäftsführer Claas Schmedtje erwarten mit der KI-Integration eine Prozessoptimierung. Viele Zwischenschritte, die noch manuell ausgeführt werden, sollen integriert systemisch abbildbar sein.

Das Ganze geschieht mit einem klaren Fokus auf der Redaktion. „Wir hoffen, damit Kapazität zu gewinnen, damit wir mehr Produkte, andere Produkte, bessere Produkte – gerade im digitalen Umfeld – mit der Redaktion starten können“, blickt Claas Schmedtje in die Zukunft. Nach der Prozessoptimierung erscheint dann auch eine Produktoptimierung möglich zu sein. Intelligente Technik soll den Nutzen steigern. Damit ist die Philosophie des Verlags für die Systemaktualisierung klar: kein Sparthema, sondern tatsächlich ein bedeutsames Nutzenthema.

Die gedruckten Zeitungen Stader Tageblatt und Goslarsche Zeitung spielen trotz Digitalisierung und Transformation immer noch eine strategisch wichtige Rolle. „Wir hegen und pflegen das gedruckte Produkt. Auch da versuchen wir, noch Innovationen hineinzubringen, also das Produkt weiterzuentwickeln“, erklärt Geschäftsführer Schmedtje. Bei manchen Häusern sei das ja ausdrücklich verboten. „Bei uns versuchen wir tatsächlich, ein Stück weit gleichberechtigt in beiden Produktwelten zu arbeiten.“

Ein großes Projekt wie die Systemumstellung bedeutet zugleich auch, an vielen Stellschrauben drehen zu müssen, etwa beim Thema Autokorrektur. Derzeit hat die Redaktion in Stade noch ein richtiges Korrektorat, das für journalistische Qualität steht. Ziel ist es, davon einen guten Teil technikbasiert, aber auf gleichem Qualitätsniveau zu sichern. Laut Claas Schmedtje ist natürlich die Frage, wie man in Stade und Goslar das alles umgesetzt bekommt und wie es von den Menschen angenommen wird. Die Haltung der Redaktionen zu den bevorstehenden Veränderungen wirkt sehr positiv und aufgeschlossen: „Es gibt schon eine gewisse Unruhe, weil wir jetzt loslegen wollen.“ Der mit Funkinform abgestimmte Zeitplan sieht vor, Ende März oder Anfang April den ersten großen Schritt zu machen. Nach dem Update auf Version 7.4 folgen daher diverse Module – wie etwa die semantische Textanalyse (also die automatische Verschlagwortung), der elektronische Dienstplan, das Webportal Veranstaltungen, die Sprachmodell-Anbindung oder der DIALOG KI Mail-Konverter, an dem die Entwickler von Funkinform noch arbei-ten. Die gesamte Redaktionsplanung, also das Redaktionsmanagement, soll dann auch vollständig integriert von Funkinform kommen.

Den vermutlichen Schlusspunkt wird man im kommenden Jahr wohl mit der DIALOG Layout Engine setzen, die automatisch Printseiten aus Web-Artikeln erstellen kann. „Das wird durchaus ein längerer Weg, das alles erfolgreich und sinnstiftend anzubinden.“ Ziel sei es, möglichst integriert und wenig mit verschiedenen Software-Anbietern zu arbeiten, sagt Claas Schmedtje: „Das Funkinform-Konzept dazu hat uns überzeugt, denn es hat sich in den letzten Jahren sehr gut weiterentwickelt.“