Funkinform trauert um seine Gesellschafterin Lioba Funk

Funkinform trauert um seine langjährige Gesellschafterin Lioba Funk, die im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Sie prägte das Familienunternehmen über sechs Jahrzehnte hinweg entscheidend mit, nachdem sie 1966 in den Gesellschafterkreis eingetreten war und gemeinsam mit ihrem Mann Günter W. Funk die Verantwortung für das erfolgreiche mittelständische Softwarehaus übernommen hatte.

Funkinform trauert um seine Gesellschafterin Lioba Funk

Lioba Funk war nach den Worten von Funkinform-Geschäftsführer Rainer Lang eine durchsetzungsstarke Unternehmerin, für die vor allem die Sicherheit der Arbeitsplätze den allerhöchsten Stellenwert hatte. Soziale Verantwortung verstand sie als ihre Verpflichtung gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens langfristig zu sichern und damit seine Innovationskraft zu stärken.

Dabei hatte die Verstorbene Chancen und Risiken der Software-Entwicklung in einer sich dynamisch wandelnden Medienwelt stets gleichermaßen im Blick. Sie galt als ausgesprochener Zahlenmensch, geprägt bereits durch ihre ersten Berufsjahre als Mitarbeiterin einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der Schutz von Natur und bedrohten Tieren war ihr ein besonderes Anliegen. Zugleich engagierte sie sich als großzügige Förderin von Kunst und Kultur, mit einer starken Liebe insbesondere zur Musik.

Das Lebenswerk der Eheleute Lioba und Günter W. Funk ist eng verbunden mit der wechselvollen Geschichte der Medienindustrie. Vom einstigen Bleisatz bis zum heutigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Zeitungshäusern hat das Ettlinger Unternehmen alle wichtigen Phasen der Zeitungsentwicklung nicht nur durchlaufen, sondern sie häufig als technologischer Trendsetter selbst entscheidend beeinflusst. Durch regelmäßige Besuche in den USA und die intensive Beobachtung des dortigen Marktes erkannten die Eheleute Funk frühzeitig die Bedeutung der Elektronik für die heimische Zeitungsbranche.

Folgerichtig begann Funkinform vor gut 30 Jahren mit der Entwicklung eigener Software für die Zeitungsherstellung. Das seinerzeit entstandene Produkt DIALOG wurde von einem Redaktionssystem zu einer umfangreichen Software-Familie konsequent weiterentwickelt und wird bis heute technologisch auf dem aktuellen Stand gehalten und gepflegt. DIALOG war nach Ansicht von Lioba Funk nicht nur ein treffender Produktname, sondern auch Ausdruck ihrer Unternehmensphilosophie, stets im Dialog mit den Kunden zu stehen. In diesem Sinne führte sie das Unternehmen auch nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2021 weiter.

Auch über das 78. Jahr seines Bestehens hinaus ist die Zukunft von Funkinform gesichert. Eine Stiftung wird künftig das solide Fundament des Unternehmens bilden – eine Entscheidung, die die Eheleute Funk bereits vor Jahren vorausschauend getroffen haben. Damit ist die gesellschaftsrechtliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit des Systemhauses auf eine zukunftsweisende Basis gestellt.