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DIALOG vernetzt den Newsroom

Mittelbayerische Zeitung produziert konsequent multimedial

Manfred Sauerer, Chefredakteur der Mittelbayerischen Zeitung, hat in einem Beitrag für das Medium Magazin sein innovatives Newsroom-Konzept für regionale Redaktionen dargestellt. Eine seiner Kernaussagen lautet: Eine multimedial vollständig integriert arbeitende Redaktion, die alle Publikationsplattformen nutzt, muss nicht nur ihr Raumkonzept, ihre Organisation und ihre Arbeitsabläufe ändern, sondern sie benötigt auch ein Redaktionssystem, das Print und Digital ohne Hürden gleichermaßen unterstützt. Bei der Mittelbayerischen Zeitung sorgt DIALOG für diese Vernetzung von Print und Digital. In Regensburg hat Manfred Sauerer sein Konzept umsetzen können und geradezu einen Idealzustand für eine moderne Regionalzeitung erreicht: In einem architektonisch bemerkenswerten Verlagsneubau wurde ein fast 800 Quadratmeter großer Newsroom mit mehr als 80 Arbeitsplätzen geschaffen. An die Stelle der Ressorts traten neue Funktionsrollen der Redaktion, beginnend beim Koordinationstisch mit den Produktverantwortlichen und weiter gehend über Digital- und Printdesks bis hin zu den Reportern und den Entwicklungsredakteuren für neue Angebote. Der neue Newsroom der Mittelbayerischen Zeitung gehört zu den modernsten und nachhaltigsten Redaktionsräumen in Deutschland. Wie hier aus DIALOG heraus alle Publikationskanäle bedient werden und wie sich die journalistische Arbeit grundsätzlich verändert hat, beschreibt Manfred Sauerer eindrucksvoll an Beispielen aus dem Redaktionsalltag: „Einst erhielt der Leser frühmorgens eine abgeschlossene Geschichte, heute lässt man sich online bei der Arbeit zuschauen und sorgt zumindest bei großen Themen für eine permanente Veredelung und Vertiefung.“

Keine Kompromisse - DIALOG und der Newsroom bei regionalen Redaktionen

Von Manfred Sauerer,

Chefredakteur der

Mittelbayerischen Zeitung

Dort, wo die Zeitung produziert wird, müssen auch digitale Produkte entstehen, die mithelfen, den Verlagen und ihren Mitarbeitern auf Dauer ein Auskommen zu sichern. Es geht also darum, erfolgreiche digitale Erlösmodelle zu entwickeln.

Der Redaktion kommt die Aufgabe zu, gleichzeitig effizient und qualitätsbewusst auf allen Publikationsplattformen zu arbeiten. Dafür ist ein gemeinsamer Newsroom notwendig, der dem Modell der „vollständigen Integration“ dient. Nur so können die Prozesse zur Herstellung von allen journalistischen Produkten zentral und damit effektiv gesteuert werden.

Dieser Raum muss groß sein, er muss hoch sein, er muss eine gute Akustik haben, im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt. Dieser Raum muss freie Sichtachsen haben und jedem Mitarbeiter das Gefühl vermitteln, ein wichtiges Teil des Ganzen zu sein, integriert in alle Prozesse, ohne jede Privatsphäre aufgeben zu müssen.

Es ist nicht selbstverständlich, dass (Innen-) Architekten dafür Raumlösungen finden. Wer das Glück hat, einen Verlagsneubau zu erhalten und frühzeitig in den Planungsprozess eingebunden zu werden, kommt in den Genuss des Idealzustands. Wir beim Mittelbayerischen Verlag in Regensburg hatten dieses Glück und arbeiten in einem Newsroom mit den eben beschriebenen Eigenschaften. Im überregionalen Bereich machte zuletzt die „Welt“ mit ihrem neuen Newsroom von sich reden. Anderswo werden Redaktionsräume in bestehenden Gebäuden aufwendig umgebaut. Wichtig für die Entscheider: Keine Kompromisse!

Logisch, dass Führungsfunktionen wie Chefredaktionen, Chefs vom Dienst, Ressort- und Teamleiter im „integrierten“ Newsroom ihren festen und dauerhaften Platz haben. Logisch ist darin aber auch die Präsenz der Lokalredaktion. Die digitalen Produkte aus dem regionalen Medienhaus werden sich genauso wie die Zeitung durch die ideale Kombination aus lokalen und überregionalen Themen auszeichnen. Das Relevanzkriterium „Nähe“ für das Leserinteresse bleibt wichtig wie eh und je, Kriterien wie Orientierung oder Emotionalität stecken aber oft gerade in überregionalen Themen. Werden diese ausgespart oder nur banal angeboten, schadet dies der Relevanz des gesamten Angebots.

Ein Redaktionssystem, das Print und Digital ohne Hürden gleichermaßen unterstützt

Das Raumkonzept für eine multimedial vollständig integriert arbeitende Redaktion muss folgender Tatsache Rechnung tragen: Um alle Publikationsplattformen zu nutzen, ist die ehedem eher vertikale Grundordnung der Arbeitsorganisation (das Nebeneinander der Ressorts) einer horizontalen Ordnung gewichen, in der sich die Redakteurinnen und Redakteure in Funktionsrollen aufteilen. Immer weniger sitzen die Ressortmitglieder zusammen in einer Gruppe, sondern diejenigen, die bestimmte Funktionen ausüben. Das beginnt beim Koordinationstisch mit den Produktverantwortlichen und geht über Digital- und Printdesks bis hin zu den Reportern oder den Entwicklungsredakteuren für (neue) Angebote.

Bevor eine Redaktion so agieren kann, hat sie einen Veränderungsprozess hinter sich. Wo einst klare Zeitmarken wie Druckbeginn und Zustellung den Rhythmus bestimmten, tritt ein permanenter Redaktionsschluss in Kraft. Es gibt keinen freien Samstag, keinen ruhigen Sonntag, keine Tageszeiten-Tabus mehr. Einst erhielt der Leser frühmorgens eine abgeschlossene Geschichte, heute lässt man sich online bei der Arbeit zuschauen und sorgt zumindest bei großen Themen für eine permanente Veredelung und Vertiefung. Möglich ist das durch ein Redaktionssystem, das Print und Digital ohne Hürden gleichermaßen unterstützt. Weil während des Veränderungsprozesses für viele das angestammte Berufsbild ins Wanken gerät, sind permanent Info-Runden notwendig. Diskussionen, auch heftigerer Natur, müssen möglich sein. Wer Unsicherheiten in der Redaktion minimieren möchte, sollte konkrete inhaltliche Konzepte sowohl für alle Produkte erarbeitet haben, ebenso klare Handreichungen für den Umgang mit und den Auftritt in den sozialen Netzwerken. Die Organisation im Newsroom setzt den Rahmen einerseits für die multimediale Effizienz, andererseits für die Freiräume, die Journalisten für sorgfältige und kreative Arbeit benötigen. Für vertrauliche Recherchen oder komplexe Texterstellung braucht es geschützte Zonen, obwohl es im Newsroom auch sonst sehr leise ist.

„Digital first“ ist längst eine Binsenweisheit. Natürlich geschehen Nachrichtensichtung, Korrespondenten- und Reporterbriefing mit der Absicht, zunächst online zu veröffentlichen. Die Zeitungsproduktion wird aber bereits mitgedacht und läuft schließlich etwa über einen Chef vom Dienst und Layout-Spezialisten am Printdesk zusammen. Wo durch die Wechselbeziehungen zwischen Print und Digital oder zwischen lokal und überregional stets neue Funktionsstellen entstehen und neue Fähigkeiten gefragt sind, sind permanente Schulung sowie Training an neuen Tools dringend notwendig. Frontal-„Unterricht“ ist dabei weniger gefragt, eher schon
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