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Prof. Thomas Breyer-Mayländer von der Hochschule Offenburg:

Keine Angst vorm Maschinen Redakteur

Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer ist Prorektor für Marketing und Organisationsentwicklung an der Hochschule Offenburg.

Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer ist Prorektor für Marketing und Organisationsentwicklung an der Hochschule Offenburg.

In einer Umfrage zu den Auswirkungen des Medienwandels auf die tägliche Arbeit von Journalisten haben diese vor allen Dingen zwei Punkte genannt. 60 Prozent der befragten Journalisten sagen, sie hätten deutlich mehr Arbeit zu erledigen und ihnen fehle zunehmend die Zeit für Recherchen. Kann angesichts solcher Befunde Computertechnik die Lösung oder wenigstens ein Teil der Lösung sein? 

Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer, der an der Hochschule Offenburg Medienmanagement lehrt, hat beim Funkinform Medien-Tag die neuesten Entwicklungen im so genannten Daten- und Roboterjournalismus vorgestellt. Vor allem der Begriff „Roboterjournalismus“ lasse, so Prof. Breyer-Mayländer, leicht ein falsches Bild entstehen, so als ob demnächst eine Art Maschinenmensch an den Redaktionsschreibtischen Platz nehmen wollte.

Tatsächlich gehe es beim Einsatz von Computertechnik aber darum, Prozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen, um mehr Zeit für die eigentliche journalistische Arbeit zu gewinnen, nämlich recherchieren und schreiben.

Regelrechte Datengebirge, die es überall bei Regierungen, Unternehmen oder Nichtregierungsorganisationen gibt, stellten ein großes Reservoire an neuen Erkenntnissen und damit guten journalistischen Geschichten dar. Unter der Voraussetzung, dass es gelinge, diese Daten gut aufzubereiten. Dies sei allerdings nur mit Hilfe von Computern möglich.

Computersysteme könnten auch sinnvoll zur Erstellung journalistischer Inhalte genutzt werden, und zwar bei Routineaufgaben und einfachen Textstrukturen. Als Beispiele lassen sich die Sportberichterstattung, Verkehrswarnungen, Wetterberichte, Börsennachrichten oder Umweltwarnungen, wie etwa ein Feinstaubmonitor, nennen. Redaktionelle Angebote würden durchaus gestärkt, wenn beispielsweise weitgehend automatisiert Vor- und Nachberichte in allen Spielklassen des Fußballs erzeugt werden. Rechner könnten zudem sehr hilfreich bei der Recherche etwa im Internet sein und Journalisten bei der Durchsicht und Analyse umfangreicher Akten unterstützen. Das habe sich bereits in Fällen wie den berühmten "Panama Papers" gezeigt.

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