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Auf Augenhöhe mit dem Markt

Der 46jährige Diplom-Wirtschaftsingenieur Jens Seidel ist der neue Funkinform-Geschäftsführer. In einem ersten Interview spricht er über die großen Veränderungen in der Medienbranche und die Chancen, die sich daraus ergeben.

Auf Augenhöhe mit dem Markt

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Ettlingen gekommen?

Jens Seidel: Mit großen Erwartungen. Ich möchte das Potential, das in Funkinform und den Mitarbeitern steckt, weiterentwickeln. Wir wollen den erfolgreichen Weg mit den Kunden fortsetzen, um das Unternehmen zukunftssicher zu halten.

Die Verlage suchen nach neuen Geschäftsfeldern und Erlösmodellen. Welche Impulse kommen dazu von Funkinform?

Jens Seidel: Als Lösungsanbieter und Dienstleister spielt Funkinform in diesen besonderen Wandlungsprozessen selbstverständlich eine wesentliche Rolle. Unsere verschiedenen Software-Module bilden die Grundlage, die Werkzeuge, um die Leistungsfähigkeit der Medienhäuser sicher zu stellen. Über alle aktuellen und auch künftigen Publikationskanäle, soweit sie schon absehbar sind, können die Verlage mit unserer Software ihre Inhalte ausspielen. Wichtig dabei ist auch, dass die Verlage Systeme besitzen, die es ihnen ermöglichen, für die Nutzung und Verbreitung ihres wertvollen Contents automatisierte Abrechnungsverfahren zu finden. Neben Produktion und Verbreitung ist das eine ganz entscheidende Komponente. DIALOG schafft diesen Spagat immer besser, einerseits klassisch Print abzusichern und andererseits digitale und mobile Lösungen zu forcieren.

Funkinform hat zuletzt in sehr kurzen Abständen neue Versionen seiner DIALOG-Software-Familie herausgebracht. Ist das der richtige Weg?

Jens Seidel: Ein Systemhaus wie Funkinform hat natürlich eine gewisse Softwareentwicklungs-Roadmap. Wir sind ja verlässlicher Partner unserer Kunden. Angesichts der starken Veränderungen, die wir im Markt erleben, müssen wir auch schnell reagieren können. Unsere Kunden sollen möglichst frühzeitig am technischen Fortschritt teilhaben. Das bedeutet, wir sind auf Augenhöhe mit dem Marktgeschehen. Das ist ein Teil unseres Weges. Dazu kommt aber, dass wir die Rolle eines Markt-Think-Tanks ausfüllen müssen. Wir werden verstärkt mit Innovationen und Ideen in den Markt gehen, um unsere Software weiterzuentwickeln, aber auch um Ideengeber für den Markt zu sein. Mir ist ein Blick über den Tellerrand der Branche hinaus sehr wichtig. Es gibt zahlreiche andere Industrien, die sich auch ganz stark mit dem Thema „Wie entstehen Innovationen?“ auseinandersetzen müssen. Wir wollen von solchen Erfahrungen lernen und die Entwicklung neuer Ideen so befruchten.

Die DIALOG-Produktpalette ist sehr breit aufgestellt. Sehen Sie noch bedeutsame Lücken?

Jens Seidel: Ich glaube, wir können schon mit einigem Recht sagen, dass Funkinform die gesamte Wertschöpfungskette eines Medienhauses mit seinen verschiedenen Software-Lösungen abdecken kann. Allerdings habe ich jetzt am Anfang noch einen gewissen Helikopterblick, als dass ich nun im Detail schon etwaige Lücken definieren könnte. Da würde ich den Kolleginnen und Kollegen vertrauen, dass wir die künftigen Entwicklungslinien gemeinsam sehr präzise herausarbeiten werden, um zu sehen, was wir an welcher Stelle in welchem zeitlichen Rahmen machen werden. Software ist ohnehin etwas ganz Lebendiges, das ständig nachjustiert werden muss.

In der Medienbranche ist der Kostendruck extrem hoch. Welche Lösungen hat Funkinform, um die Verlagsleitungen beim Thema Kostenreduzierung zu unterstützen?

Jens Seidel: Die Einführung neuer Software darf kein isoliertes Handeln bleiben. Das muss vielmehr eingebettet werden in die Überprüfung aller Arbeitsabläufe und es verlangt sicherlich auch viele organisatorische Veränderungen. Dann ist neue Software auch keine Gefahr, sondern eine große Chance. Denn das Arbeitsvolumen in den verschiedenen Verlagsabteilungen wird ja nicht kleiner, sondern durch neue digitale und mobile Kanäle, durch neue Werbeformen oder durch ganz neue Geschäftsideen werden Software-Lösungen immer wichtiger, die die Menschen bei ihren Arbeiten bestmöglich unterstützen. Es müssen bestehende Workflows vereinfacht werden, um Kapazität und Freiraum für neue Aufgaben zu bekommen. Etwa in Redaktionen, um journalistische Leistungen hervorzubringen, die ein ganz starkes Alleinstellungsmerkmal haben.

Ihre langjährige Führungserfahrung bezieht sich nicht nur auf die Herstellung von elektronischer und gedruckter Kommunikation, sondern insbesondere auch auf den Vertrieb und Verkauf. Wird das auch Ihr Arbeitsschwerpunkt bei Funkinform sein?

Jens Seidel: Vieles war bei früheren Unternehmen durchaus sales-getrieben. Aber ich habe auch stark mit Technik und Produktion zu tun gehabt, gerade als früherer technischer Leiter und Produktionsleiter. Meine bisherige Erfahrung als Geschäftsführer eines Unternehmens hat mir allerdings gezeigt, wie wichtig es ist, den Überblick über alle Prozesse und Geschehnisse zu haben, um die Stärken der Mitarbeiter und der Abteilungen zu kennen und richtig zur Geltung zu bringen. Wir müssen uns als Team verstehen und jeder seine Rolle spielen.

Natürlich will ich nicht verhehlen, dass meine DNA in starkem Maße Verkauf und Marketing ist. Ich möchte ganz nah bei den Bestandskunden sein, aber auch bei potentiellen Neukunden, um mit ihnen gemeinsam über neue Geschäftsfelder nachzudenken. Aus diesem engen Dialog mit den Kunden, mit dem Markt, kommen dann die besten Ideen für die weitere Entwicklung der DIALOG Software-Familie. Ich glaube, ich muss aus Marktsicht Impulse in unser Unternehmen hineingeben. Nicht so sehr aus technischer Sicht, da gibt es im Hause Funkinform genügend Fachleute mit den entsprechenden Kenntnissen und Fähigkeiten. Wir wollen unsere Bestandskunden zufrieden stellen und wir wollen neue Kunden dazu gewinnen. Für unsere überzeugenden Software-Lösungen und qualitativ hochwertigen Dienstleistungen werde ich als Geschäftsführer natürlich intensiv im Markt unterwegs sein.

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