Funkinform stellt neue Lösungen vor:

Der Digitalisierung der Medien mit smarter Software den Weg bereiten

Der Digitalisierung der Medien mit smarter Software den Weg bereiten

Jeder Zeit und an jedem Ort für jedes Medium mobil produzieren können, das macht die DIALOG Software-Familie von Funkinform möglich. Foto: Andrea Piacquadio von Pexels.

Die Monate der Corona-Krise mit Lockdown haben der Digitalisierung einen unerwarteten Schub bereitet. Was macht diese Situation mit den traditionellen Zeitungs-, Zeitschriften- und Medienhäusern? Prof. Karl Malik, Herausgeber der Fachzeitschrift PreMedia Newsletter, im Gespräch mit Rainer Lang, Leiter Vertrieb und Marketing bei Funkinform. Ihre Themen sind die aktuelle Situation der Medienindustrie, die weitere Entwicklung und die Frage, wie smarte Software die notwendige Digitalisierung vorwärts treiben kann.

Prof. Karl Malik: Wie ist das Unternehmen Funkinform bislang durch die Corona-Krise gekommen?

Rainer Lang: Wir haben uns in den vergangenen Monaten verstärkt auf drei Schwerpunktthemen konzentriert. Erstens haben wir unseren Kunden Online-Tagesseminare angeboten, in denen wir zeigen konnten, wie sich Systemkomponenten, die schon vorhanden sind, wirkungsvoller nutzen lassen. Zweitens haben wir Mitarbeiter von Kundenverlagen nachgeschult und das Wissen aufgefrischt im Hinblick auf die jeweilige Art und Weise von Mobile Office und die Nutzung der DIALOG Mobil Clients. Und Drittens haben wir die Vorteile der Funkinform Cloud herausarbeiten können. Wir können in Notfällen sogar ganze Produktionsumgebungen schnellst möglich auslagern und live nehmen. Das alles hat unseren Kunden wirklich geholfen und damit auch uns.

Prof. Karl Malik: Wie schätzen Sie die weitere Dynamik bei den Zeitungs- und Zeitschriften-Medien ein?

Rainer Lang: Natürlich ist die Lage und Entwicklung bei den Zeitungen und Zeitschriften herausfordernd. Wir müssen aber realistische Beurteilungen vornehmen und sollten nicht in Schwarzmalerei verfallen. Denn alles, was wir über die Bürger, Leser und Nutzer wissen, sagt doch aus, dass es ein großes, ungebrochenes Interesse an nutzwertigen und verläßlichen Informationen gibt. Auf welchen Wegen diese Informationen dann zu den Menschen kommen, muß von Fall zu Fall entschieden werden, per Handy, Tablet, als Web-Site oder Push-Dienst oder auch klassisch gedruckt. Entscheidend ist immer die Qualität der Inhalte, sowohl auf der Redaktions- wie auch auf der Werbeseite. Wer seine Kunden ernst nimmt, der wird auch weiter Erfolg haben.

Prof. Karl Malik: Sie kennen ja aus Ihrer Verkaufspraxis heraus viele Zeitungshäuser. Wird diese Krise für Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere beim Produktportfolio der Verlage und der Reorganisation der internen Ablaufstrukturen genutzt?

Rainer Lang: Das erwarte ich auf jeden Fall. Eine solche Situation, wie wir sie seit Monaten erleben, öffnet immer auch den Blick für notwendige Veränderungen. Schon vor Corona haben wir mit unseren Kunden regelmäßig darüber nachgedacht, wie ihre Workflows harmonischer werden können. Es finden sich immer Stellschrauben, womit erhebliche Wirkungen erzielt werden können. Das bedeutet, wir analysieren die Abläufe, wir identifizieren Schwachstellen, aber auch Potentiale und wir machen Vorschläge, wo man jetzt ansetzen kann. Am besten erreicht man Verbesserungen natürlich mit innovativer Software.

Prof. Karl Malik: Gibt es für Funkinform eine Maßnahmen-Strategie für den Neustart nach der Corona-Krise? Ein Lösungsportfolio, die den Verlagen und Medienhäusern begleitend in die digitale Zukunft hilft?

Rainer Lang: Ich will dazu drei mir wichtige Stichworte nennen: Mobile Office mit vielfältigem Mobile Client-Einsatz ist das Erste. Die Nutzung der Funkinform Cloud und damit der Zugriff auf stets die aktuelle Software wäre das Zweite. Und Drittens natürlich unser Plattform-Gedanke. Wir plädieren aus Überzeugung und mit Nachdruck für das integrierte System, mit all seinen Funktionen und Features aus einer Hand heraus. Dadurch kann man Schnittstellen verzichtbar machen und den Wildwuchs an Systemen in manchen Verlagen zurückschneiden. Warum komplizierte Systemlandschaften teuer unterhalten, wenn es mit DIALOG einfach und schlank geht?

Prof. Karl Malik: Die hochintegrierte, vernetzte Vorstufe ist ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor für crossmediales Publizieren. Welche Produkte kann das Unternehmen Funkinform für eine erfolgreiche crossmediale Vernetzung anbieten?

Rainer Lang: Wir decken mit unseren Produkten alle Stufen der Wertschöpfungskette in einem modernen Medienhaus ab, ob mobil, digital oder print. Planen, steuern und kontrollieren sind doch ebenso zentrale Aufgaben in den Verlagen geworden wie auch das Bemühen, den wertvollen Content möglichst nur einmal erstellen zu müssen, um ihn dann vielfältig und wiederholt über alle Publikationskanäle ausgeben zu können. Dafür bieten wir praxiserprobte Systemkomponenten an, die als Einzellösung, aber am besten im integrierten Zusammenspiel eingesetzt werden können. Wie etwa das DIALOG Redaktionsmanagement für die Optimierung der Ressourcenplanung, die DIALOG Digitale Planung, die den Nutzer von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt führt, das CRM für die optimierte Kundenansprache und die DIALOG Portalsteuerung, mit der im Web layoutet werden kann wie im Print gewohnt. Zusammen mit den verschiedenen Apps, etwa für Reporter, Vertriebsinspektoren oder Zeitungsboten, mit dem Web-Portal, dem Mobile Editorial Client (MEC), dem Mobil Business Client (MBC), den Management-Informationssystemen (MIS) und dem Browser gestützten Anzeigensystem und Vertriebssystem hält Funkinform mit seiner Systemfamilie DIALOG alles bereit, was für die reibungslose Digitale Transformation erforderlich ist.

Prof. Karl Malik: Haben sich die Nachfragestrukturen bzw. Anforderungen während der Krise nach den Service- und Wartungsdienstleistungen verändert? Gibt es den Wunsch der Funkinform-Kunden nach erweiterten Onsite-Support-Service-Zeiten?

Rainer Lang: Sehr deutlich. Die Kunden erkennen, dass wir ihnen einige, durchaus manchmal auch kritisch-anspruchsvolle technische Aufgaben abnehmen können. Sie schätzen zunehmend unser Serviceangebot und unsere kundenbezogene Entwicklungsleistungen. Für uns bedeutet technischer Fortschritt ja immer die Frage: Was haben unsere Kunden davon? Wir nehmen deshalb etwa die Anregungen, die die DIALOG UserGroup macht, sehr ernst, denn damit lernen wir aus der Praxis für die Praxis.

Prof. Karl Malik: Verstehe ich Sie so richtig, dass Funkinform bei seinen Projekten den möglichen Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen Lieferant und Kunde, in beide Richtungen, besonders betont und fördert?

Rainer Lang: Unbedingt. Wir können uns als Entwickler doch nicht still ins Labor zurückziehen und versuchen, dort irgend etwas auszutüfteln. Nein, wir brauchen ständig die Rückkoppelung zum Markt. Wie ändern sich dort die Anforderungen? Was wollen die Kunden unserer Kunden? Kundendaten, das wird sehr zu Recht gesagt, sind so etwas wie das neue Gold. Diese Daten müssen präzise und automatisch erhoben, aufbereitet und visualisiert werden. Möglichst auch in Echtzeit. Das macht zum Beispiel die DIALOG Web-Analyse. Mit diesem Tool kann die Qualität von Web-Seiten deutlich verbessert werden, weil der Verlag permanent sieht, welche Seitenteile, redaktionellen Beiträge und Werbebotschaften wie intensiv genutzt werden. Mit einem ausgeklügelten Bewertungssystem werden Artikel-Scores berechnet, die natürlich viel aufschlußreicher sind als Besuchs- und Klickzahlen. Mit Artikel-Scores aus der DIALOG Web-Analyse läßt sich auch etwas dazu voraussagen, wie künftige Themen wohl genutzt werden. Mit dem DIALOG Web-Portal, der DIALOG Portalsteuerung und der DIALOG Web-Analyse bekommen unsere Kunden alle Werkzeuge, um ihre Web-Publikationen zu optimieren.

Prof. Karl Malik: Was wird denn von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen innerhalb der heute bestehenden Strukturen am meisten nachgefragt? Sind das Upgrades bestehender Lösungen, cloudbasierte SaaS-Lösungen, CRM-, MIS-Softwarelösungen, APPs?

Rainer Lang: Im Moment liefern wir DIALOG Version 5.7 aus. Wer sich in den vergangenen Monaten oder jetzt für die Zukunft für eine der 5.x-Versionen entschieden hat oder noch entscheidet, ist für die bevorstehenden Herausforderungen gerüstet. Alle Stichworte, die Sie nennen, Herr Prof. Malik, sind zutreffend: Upgrades, Cloud, CRM, MIS und APPs sind gefragt. Und ich darf noch ein weiteres Stichwort ergänzen: Automatisierung. Wir haben gerade ein neues Assistenzsystem als Prototypen vorgestellt, den DIALOG Layout Automaten, mit dem die Inhalte ganzer Zeitungsseiten automatisch platziert werden können. Nun gehen wir mit diesem Assistenzsystem wie gewohnt in den harten Praxistest bei einer Zeitungsredaktion. Sie sehen, wir kennen keinen Stillstand und haben noch einige Ideen im Köcher.

September 2020


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